Mit Abendmesse am 04. Oktober 2026 um 19:00 Uhr
Am Sonntag, den 04. Oktober 2026, fand in der Pfarrkirche St. Konrad in Haar die traditionelle Erntedankfeier in Verbindung mit einer Gedenkfeier zum 800. Todestag des heiligen Franz von Assisi statt. Die Feier wurde mit einer Abendmesse um 19:00 Uhr begangen.
Die Gartenfreunde Haar übernahmen in diesem Jahr die Gestaltung des Kirchenschmucks. Dabei präsentierten sie ihre vereinseigene Erntedankkrone, die nach ihrer Restaurierung in neuem Glanz erstrahlte. Darüber hinaus sorgten sie mit einer großzügigen Kürbis- und Blumenspende für eine farbenprächtige Ausschmückung des Gotteshauses.
Die Erntedankgaben stammten überwiegend aus heimischen Produkten und boten den Besucherinnen und Besuchern ein besonders stimmungsvolles und malerisches Bild in der festlich geschmückten Kirche St. Konrad.
Ein besonderer Dank gilt Toni Hoetzinger, der Brot und Weintrauben spendierte. Diese Gaben symbolisieren Brot und Wein des Abendmahls und unterstrichen die Bedeutung des Erntedankfestes auf eindrucksvolle Weise.
Die Bildergalerie zeigt die Gartenfreunde Haar beim Herrichten und Schmücken sowie schließlich die fertige Erntedankkrone.
Zum Ende noch eine kleine Anekdote…
Brot – unser täglicher Begleiter
Die Ursprünge des Brotes
Brot zählt zu den ältesten Lebensmitteln der Menschheit. Seine Geschichte begann vor etwa 11.000 Jahren, als Menschen sesshaft wurden und erstmals Getreide anbauten. Die Körner von Einkorn und Emmer, den Vorfahren unseres heutigen Weizens, wurden zunächst roh gegessen. Später zermahlte man sie, mischte sie mit Wasser zu einem Brei und buk daraus auf heißen Steinen einfache Fladen.
Archäologische Funde deuten sogar darauf hin, dass bereits vor rund 14.000 Jahren brotähnliche Lebensmittel hergestellt wurden. Brot begleitet die Menschheit damit schon seit vielen Jahrtausenden.
Die Ägypter entwickelten das Brotbacken weiter
Vor etwa 6.000 Jahren entwickelten die alten Ägypter die Kunst des Brotbackens entscheidend weiter. Sie errichteten die ersten Bäckereien und Backöfen und nutzten Sauerteig, um lockere und schmackhafte Brote herzustellen. Bereits damals soll es zahlreiche verschiedene Brotsorten gegeben haben.
Brot bei den Römern
Über die Israeliten und Griechen gelangte das Wissen über das Brotbacken zu den Römern. Sie betrieben bereits große Bäckereien und entwickelten steinerne Mühlen, die das Mahlen des Getreides wesentlich erleichterten.
Da Weizen in den feuchtkühlen Regionen nördlich der Alpen nicht immer gut gedieh, gewann Roggen zunehmend an Bedeutung. So entstanden die bis heute beliebten Roggen- und Mischbrote.
Das Brot im Mittelalter
Im Mittelalter entwickelte sich das Bäckerhandwerk zu einem angesehenen Beruf. Wer Bäcker werden wollte, musste bei einem Meister in die Lehre gehen. Die Arbeit war schwer und verlangte viel Kraft und Ausdauer.
Auch soziale Unterschiede zeigten sich beim Brot: Ärmeren Menschen diente meist dunkles Brot aus Roggen oder Gerste als Nahrung, während sich wohlhabende Bürger und Adelshäuser helles Weizenbrot leisten konnten.
Die deutsche Brotkultur
Deutschland ist heute weltweit für seine Brotkultur bekannt. Mit mehr als 3.000 Brotsorten und über 1.200 Arten von Kleingebäck besitzt unser Land eine einzigartige Vielfalt. Besonders beliebt sind nach wie vor Mischbrote aus Weizen und Roggen, Vollkornbrote sowie Brote mit Körnern und Saaten.
Nicht umsonst gilt die deutsche Brotkultur als etwas ganz Besonderes.
Brot in Religion und Brauchtum
Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament spielt Brot eine wichtige Rolle. Es steht für Nahrung, Gemeinschaft und Dankbarkeit.
Im Christentum erinnert Brot an das letzte Abendmahl Jesu. Noch heute wird in Gottesdiensten die Hostie als Symbol des Leibes Christi gereicht. Auch im „Vaterunser“ bitten wir um unser tägliches Brot.
Gerade zum Erntedankfest wird uns bewusst, dass Brot nicht selbstverständlich ist. Es steht für die Früchte der Erde, für die Arbeit vieler Menschen und für die Dankbarkeit gegenüber der Schöpfung.
Passend dazu wurden bei unserer Erntedankfeier in St. Konrad Brot und Weintrauben von Toni Hoetzinger gespendet. Beides steht bis heute für Gemeinschaft, Lebensfreude und das Abendmahl.
„Brot und Salz, Gott erhalt’s.“
Dieser alte Segenswunsch erinnert uns daran, wie wertvoll die einfachen Dinge des Lebens sind.
Guten Appetit!
Eure Edda
