Vereinsausflug 2026 der Gartenfreunde in die Toskana

Vereinsausflug 2026: Fünftagesfahrt zu den Perlen der Toskana

Die Toskana, italienisch Toscana und früher Etruria, zählt zu den bekanntesten und reizvollsten Regionen Mittelitaliens. Ihr Name geht auf das Volk der Etrusker zurück, die von den alten Römern Tusci genannt wurden. Bis heute steht die Toskana für eine besondere Mischung aus Geschichte, Kultur, Landschaft und italienischer Lebensart.

Die Region grenzt im Norden an Ligurien und die Emilia-Romagna, im Osten an die Marken und Umbrien sowie im Süden an Latium. Sie umfasst rund 22.990 km², zählt etwa 3,66 Millionen Einwohner und hat Florenz als Hauptstadt. Geprägt wird sie von historischen Städten, sanften Hügeln, Weinbergen, Olivenhainen und einer Kulturlandschaft, die als Kernland der Renaissance gilt.

Besonders bekannt ist die Toskana für ihre malerische Hügellandschaft mit Pinien, Säulenzypressen, Olivenbäumen und Weinreben. Zwischen Florenz und Siena liegt das berühmte Weinanbaugebiet des Chianti-Weins – ein Name, der bei vielen sofort Bilder von Sonne, Genuss und italienischer Gastfreundschaft weckt.

Der Toskanische Archipel umfasst neben Elba, der drittgrößten Insel Italiens, unter anderem auch die kleineren Inseln GiglioCapraiaPianosa,MontecristoGiannutri und Gorgona.

Samstag, 27.6.2026 – Tag 1: Anreise nach Montecatini Terme

Schon die Anreise hatte es in sich: Während über Europa seit Tagen eine Hitzeglocke mit Temperaturen von bis zu 41/42 Grad lag, startete unsere Fahrt am frühen Morgen bei angenehm kühlen 21 Grad. Die Route führte über Memmingen und Bregenz, vorbei an den Luganer Seen und dem Comer See, weiter durch die Schweiz und entlang der beeindruckenden Felsen aus Carrara-Marmor.

Auf Höhe der Viamala-Schlucht wurde die Fahrt allerdings kurz unterbrochen: Die Lüftung im Bus fiel aus und eine Brandmeldung erschien. Zum Glück halfen sehr freundliche Schweizer sofort weiter, stellten Bierbänke auf und versorgten uns mit Wasser. Nachdem der Busfahrer den Bus wieder zum Laufen gebracht hatte, ging es weiter – wenn auch mit gelegentlichen Lüftungsausfällen.

Über Chur, den San-Bernardino-Tunnel, Chiasso, Mailand, den Cisa-Pass und die toskanische Küste erreichten wir schließlich Montecatini Terme. Nach 15 Stunden Fahrt und 860 Kilometern war die Freude groß, endlich im 4-Sterne-Hotel Ariston anzukommen. Der Abend klang mit einem gemeinsamen Abendessen im Hotel aus.

Montecatini Terme ist eine Stadt und italienische Gemeinde mit 21.514 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024) in der Provinz Pistoia in der Toskana. Die Stadt beherbergt ein bedeutendes Thermalbad, ist eine Gartenstadt mit Parkanlagen und seit dem 24. Juli 2021 Weltkulturerbe. In Montecatini Terme gibt es über 200 Hotels aller Kategorien. Montecatini gilt außerdem als ein Zentrum der Art-Nouveau-Architektur.

Sonntag, 28.6.2026 – Tag 2Florenz

Am zweiten Reisetag stand Florenz auf dem Programm. Mit dem Bus ging es zunächst zum Park-and-Ride-Parkplatz „Villa Costanza“. Von dort fuhren wir bequem mit der S-Bahn direkt ins Zentrum – eine praktische Lösung, da Reisebusse ohne Hotelbuchung nicht mehr direkt in die Innenstadt fahren dürfen und die offiziellen Ausstiegspunkte weit außerhalb liegen.

Bei einer Stadtführung mit einem örtlichen Stadtführer lernten wir die markantesten Sehenswürdigkeiten von Florenz kennen. Besonders eindrucksvoll war die Ponte Vecchio mit ihren vielen Schmuckgeschäften. Fünf Personen nahmen an diesem Ausflug nicht teil.

Florenz (italienisch Firenze) ist eine italienische Großstadt mit 362.353 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024). Nach der Einwohnerzahl ist sie die achtgrößte Stadt des Landes. Florenz ist die Hauptstadt und bevölkerungsreichste Stadt der Region Toskana sowie der Metropolitanstadt Florenz.

Als Zentrum des spätmittelalterlichen europäischen Handels- und Finanzwesens zählte Florenz im 15. und 16. Jahrhundert zu den reichsten Metropolen Europas. Die Stadt gilt als Wiege der Renaissance und Entstehungsort des Renaissance-Humanismus. Aufgrund dieser Epoche und der historischen Bedeutung für die bildende Kunst und Literatur wurde Florenz im 19. Jahrhundert als „italienisches Athen“ bezeichnet.

Dante Alighieri legte hier den Grundstein für die moderne italienische Schriftsprache. Unter dem Einfluss der Familie Medici stieg Florenz zu einem der bedeutendsten Kulturzentren Europas auf. Prägende Persönlichkeiten wirkten in der Stadt: Leonardo da Vinci verbrachte dort seine frühen Schaffensjahre, Michelangelo erhielt Förderung durch die Medici, Filippo Brunelleschi konstruierte die Kuppel der Kathedrale von Florenzund Galileo Galilei lehrte als Hofmathematiker. Von 1865 bis 1871 fungierte Florenz als Hauptstadt des neu gegründeten Königreichs Italien.

Die UNESCO erklärte die Altstadt 1982 zum Weltkulturerbe.

Die Familie der Medici aus Florenz bildete vom 15. bis ins 18. Jahrhundert eine einflussreiche italienische Dynastie, aus der Großherzöge derToskana, drei Päpste und zwei Königinnen von Frankreich hervorgingen.

Die Medici erwarben ihren Reichtum überwiegend im Textilhandel und bauten darauf ein modernes Bankwesen auf. Durch ihre Beziehungen zum Papsttum prägten sie die europäische Finanzwelt der frühen Neuzeit entscheidend mit. Nach diesem eindrucksvollen Tag ging es zurück zum Hotel, wo der Abend beim gemeinsamen Abendessen ausklang.

Montag, 29.6.2026 – Tag 3: Volterra und San Gimignano

Der dritte Tag führte uns nach Volterra – eine Stadt, die mit ihrer eindrucksvollen etruskischen Geschichte und der sehenswerten Altstadt rund um die Piazza dei Priori sofort ihren eigenen Charme entfaltet.

Volterra ist eine italienische Stadt mit 9.410 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024) in der Provinz Pisa in der Region Toskana. Sie ist Sitz desBistums Volterra und liegt etwa 50 km von Pisa und 30 Kilometer vom Mittelmeer entfernt. Sie gilt als eine der schönsten Städte in der Toskana.

Anschließend ging es weiter nach San Gimignano, der berühmten „Stadt der Türme“. Schon von weitem prägen die mittelalterlichen Geschlechtertürme das Bild dieser besonderen Stadt.

San Gimignano ist eine italienische Kleinstadt in der Toskana mit mittelalterlichem Stadtkern. Sie wird auch „Mittelalterliches Manhattan“ genannt und gehört neben Florenz, Siena und Pisa zu den meistbesuchten Zielen der Region. Nach vielen schönen Eindrücken führte der Weg zurück zum Hotel und zum gemeinsamen Abendessen.

Dienstag, 30.6.2026 – Tag 4Lucca und Einkehr auf einem Weingut

Lucca ist die Hauptstadt der Provinz Lucca mit 88.624 Einwohnern (Stand: 31. Dezember 2024). Sie liegt im Tal des Flusses Serchio etwa 20 km nordöstlich von Pisa und 20 km östlich der toskanischen Küste. Im 13. und 14. Jahrhundert zählte Lucca zu den einflussreichsten europäischen Städten. Große Bedeutung hatte insbesondere die Textilindustrie. Die großen Plätze, die romanischen Kirchen und die mittelalterlichen Türme zeugen von der einstigen Bedeutung der Stadt.

Nach der Stadtbesichtigung wartete ein weiterer Höhepunkt: die Einkehr auf einem schönen Landgut. Ganz nach dem Motto „Der ChiantiWein lädt uns alle ein genossen auch die Gartenfreunde Haar eine angenehme Mittagspause mit reichhaltigem Imbiss und Wein.

Die geplante Weiterfahrt nach Pisa fand nicht statt. Stattdessen ging es entspannt zurück zum Hotel, wo der Tag beim Abendessen gemütlich ausklang.

Mittwoch, 1.7.2026 – Tag 5Heimreise über den Brenner

Die Heimreise führte vorbei an Bologna und Verona, durch Südtirol mit Mittagessen in Bozen und weiter über Innsbruck, Irschenberg und Rosenheim zurück nach Haar. Gegen 19:30 Uhr erreichten wir wieder unseren Ausgangspunkt.

Damit ging eine gesellige, interessante und landschaftlich sehr schöne Reise zu Ende – eine Fahrt, die sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird. Trotz der großen Hitze bleibt am Ende vor allem eines: schee war’s! Und vielleicht sehen wir uns im nächsten Jahr wieder – dann hoffentlich bei etwas normaleren sommerlichen Temperaturen.

Ein herzliches Dankeschön gilt der Reiseleitung für die Planung und Durchführung sowie unserem Busfahrer für seinen Einsatz. Sie alle haben wesentlich dazu beigetragen, dass diese vielseitige Vereinsfahrt gelungen ist.

Zum Abschluss eine Bildergalerie mit tollen Eindrücken dieser wunderbaren Reise: viel Spass beim Anschauen…

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